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Schönperchten des Karnevals. Heute ist man der Meinung, dass sich bereits seit dem 17. Jahrhundert der Namen "B/Perchta " zum Synonym für Maske ausbildet. Zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert fanden eine langsame Übertragung des Namens und eine Vermischung der Formen statt. Die nationalen Romantiker des 19. Jahrhundert wollten dann schließlich germanische Wurzeln darin finden und sahen in den dunkeln Gestalten "Votans Heer". In den 12 Raunächten vom 21. Dezember bis zum Dreikönigstag gehen nach alter Volksmeinung allerlei Geister um. Weit verbreitet und tief verwurzelt war vor allem der Glaube an den Percht – die Perchta (in unseren Breiten auch Pehtra Baba genannt). Dieses Geschöpf hat zweierlei Geschlecht, die gute Frau Perchta, die gleichzusetzen war mit Frau Holle, und der böse (schiache) Percht. Nach der Anschauung unserer Vorfahren war Frau Perchta ein dämonisches Wesen, halb Gottheit, halb Mensch, das in zweifacher Gestalt erschien. Einmal sprach man von ihr als von einer holden Lichtgestalt, die, Menschen und Tiere segnend, durch das Land schreitet, dann wieder erkannte man in ihr einen hässlichen Dämon, der mit Verderben und Unglück über die Menschen hereinbrach, der das Vieh erkranken ließ und der die Ernte vernichtete. Der Volksmund weiß diesbezüglich manches zu berichten. Um den Unholden in den Raunächten wirksam entgegentreten zu können, hüllte man sich seit altershehr in grauenvolle, Furchterregende Masken; auf diese Weise glaubte man, sie vertreiben zu können. Im Zusammenhang mit den Perchten spricht man immer wieder vom Perchtenlauf, es ist aber eigentlich gar kein Lauf, sondern mehr ein würdevoller Zug durch die Straßen, denn die oft bis 50 Kilogramm schweren und bis 2,20 Meter hohen Kappen, noch dazu acht bis zehn Stunden auf dem Kopf getragen, erlauben nur eine gemessene Bewegung.
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